Meine Vision

In den letzten Wochen und Monaten habe ich viel an so manch „großem“ Thema gearbeitet. Darunter auch: Wo soll das Ganze hinführen? Mit das Ganze meine ich: der Umgang mit mentaler Gesundheit in unserer Gesellschaft. Aber auch meine, unsere Arbeit mit der Mental Health Crowd, welche Vision habe ich für das Unternehmen, für uns als Familie, für mich ganz persönlich?

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Auf LinkedIn habe ich vor Kurzem meine Berufsbezeichnung von Mental Health Advocate geändert in Mental Health Visionary. Weil ich in den letzten Monaten verstanden habe, dass das meine absolute Superpower ist: Menschen für Mental Health zu begeistern!

Zum Einen, weil ich eben selber so begeistert von diesem Thema bin, von seiner Vielfalt und Bedeutung für uns Tiere namens Menschen. Zum Anderen natürlich, weil es mich persönlich betrifft bzw. stark betroffen hat, weil ich offen mit meiner eigenen Geschichte umgehe und dem Thema damit nicht nur Authentizität, sondern auch ein Gesicht gebe. Und dass ich mentale Gesundheit auch mit Humor, mit Leichtigkeit und Hoffnung in Verbindung bringe – und damit viele Leute überrasche. Das alles hilft dem Publikum dabei, sich auf das Thema nicht nur einzulassen, sondern im besten Fall auch mitreißen zu lassen.

Und ein letzter Punkt, der hier für mich mit reinspielt: Ich bleibe nicht in der Vergangenheit stecken oder im Heute stehen. Mein Blick geht nach vorn: Wo wollen wir hin? Wie sieht unser Land in 20, 50 Jahren aus, wenn wir all die Ziele erreicht haben, an denen wir heute schon arbeiten? Wie lauten diese Ziele? Was wird sich konkret ändern? Wie kommen wir dahin?

ACHTSAM IM MORGEN?

Dass ich der Zukunft so viel Platz einräume heißt nicht, dass ich die Historie oder das Aktuelle ausblende oder vergesse. Es wird mit einbezogen und bietet die Grundlage für die Vision. Mir bleibt das Thema aber zu oft im Heute stehen. Ich weiß, dass vieles in unserem Land noch nicht gut läuft – wer sich ein bisschen mit der Marterie beschäftigt findet ganz schön schnell ganz schön viele Fehler. Ich weiß, dass wir die Geschichte noch nicht ganz hinter uns gelassen und aufgearbeitet haben. Und das ist für mich doch die größte Motivation, heute schon an einem besseren Morgen zu arbeiten.

Wenn ich Kolleg:innen aus der Bubble frage, was ihre konkreten Ziele sind, dann kommen viele ins Stottern. Und das ist nicht gut! Für das ganze große Thema, aber auch für einzelne Organisationen und Individuen.

In unserem Mental Health Guide schreiben wir über Ziele:

Wir Menschen brauchen Ziele, große und kleine, nahe und ferne – damit wir nicht stehen bleiben, damit wir einen Fuß vor den anderen sezten, damit wir etwas verändern und erreichen können. Sehen wir vor lauter Sress, vor lauter Chaos, vor lauter Krise und Problemen den Weg nicht mehr, kann das Wissen um ein Ziel, unser Ziel, uns weiter anreiben – weil wir eben wissen, dass der Weg nicht endlos einfach weiter geht, sondern weil da etwas ist, was wir erreichen wollen.

Und das ist das, was ich als Visionärin zur Diskussion beitragen kann. Nein, ich weiß nicht, ob es so kommen wird. Aber eine Richtung zu haben, in die wir alle zusammen loslaufen können, ist was für mich zählt.

Also, lange Vorrede kurzer Sinn: Visionen sind wichtig. Ziele sind wichtig. Und jetzt möchte ich Euch ein bisschen mitnehmen auf die Reise in eine (bessere) Zukunft:

VISION… FÜR ALLE

Wie sieht also mentale Gesundheit im Jahr 2048 aus, 25 Jahre von heute aus?

(wer mein Buch gelesen hat, dem wir vielleicht der ein oder andere Punkt bekannt vorkommen. Zum Glück hab ich seit der Erscheinung 2019 aber noch etwas mehr gelernt und Zeit gehabt, die Liste zu ergänzen)

PRÄVENTION

  • Mentale Gesundheit ist im Bildungssystem angekommen: von Emotionsunterricht in KiTas über Achtsamkeitsstunden in der Grundschule. In den weiterführenden Schulen steht Mental Health Literacy nun im Lehrplan – die Schüler:innen lernen angepasst an ihre Altersstufe – nicht einmalig, sondern fortlaufend bis zum Abschluss
  • Und auch schon vor der Einschulung konnten wir Erfolge feiern: alle werdenden Eltern bekommen professionelle Helfer an ihre Seite, die sie in und mit ihrer neuen Rolle und Aufgabe unterstützen.
  • Prävention und Awarenss-Arbeit findet themenübergreifend in der Gesellschaft statt – Kooperationen mit Fußballvereinen, Baumärkten, Kinos, etc. bringt die Menschen auf positive Art und Weise mit Mental Health in Berührung
  • Dank Screening-Tools offline und online erreichen wir mittlerweile knapp 90% der Bevölkerung. Pro Quartal zahlen die Krankenkassen nun einen Vorsorgetermin bei einem:r Psychotherapeutin.
  • Alkohol ist in der Gesellschaft heute deutlich weniger präsent als noch 2023. Durch verschiedene Maßnahmen wurde der Konsum und damit die gesellschaftlichen, gesundheitlichen, finanziellen, sozialen Kosten enorm gesenkt.

VERSORGUNG

  • Kein Mensch in diesem Land muss mehr auf eine passende Behandlung warten. Durch die zusätzlichen Kassenangebote, die langfristige Entspannung des Systems, die wir durch Prävention und Aufklärung erreicht haben,, hat sich die Versorgungssituation deutlich verbessert.
  • Im ganzen Land «Talk Points» installiert, an denen die Menschen ins Gespräch kommen. Wir haben Senioren darin ausgebildet, Anlaufstellen für Menschen zu werden, denen es psychisch nicht so gut geht.
  • Mittlerweile gibt es in allen größeren Städten Mental Health Cafés (Vorbild: BERG & MENTAL). Sie werden finanziert vom Bund, den Krankenkassen und Unternehmen. Zusätzlich gibt es mobile Varianten, die auch kleinere Ortschaften und Gemeinden in regelmäßigen Städten anfahren.
  • Die Bandbreite an Behandlungsmöglichkeiten ist heute viel größer, als noch vor 25 Jahren – es gibt für jede:n das richtige Konzept
  • Erfahrungsexperten sind mittlerweile fester Bestandteil des Versorgungssystem – sie arbeiten auf allen Ebenen mit, sind gleichberechtigt (auch in der Bezahlung) und zahlreiche Studien haben gezeigt, wie positiv diese Anpassung sich auswirkt.
  • Arbeitgeber sind verpflichtet – je nach Größe des Unternehmens – die mentale Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zu schützen und zu stärken (z.B. Mental Health Guides, Mental Health Days, flexible Arbeitszeitmodelle, Inhouse-Therapie, …)

UMGANG

  • Wir reden heute offener, anders über unsere psychischen Gesundheit. Am wichtigsten wahrscheinlich: wir reden.
  • Mittlerweile ist es kaum noch etwas besonderes, wenn eine prominente Person über ihre eigenen Erfahrungen berichtet – eine Tatsache, die noch vor 20 Jahren kaum möglich gewesen wäre. Ihre Offenheit hat maßgeblich dazu beigetragen, das Stigma zu bekämpfen und unseren Umgang mit Depressionen, Sucht, Angst-, Ess- und Persönlichkeitsstörungen zu verändern.
  • Es gibt kaum noch Schlagzeilen, bei denen «der Psycho» im Mittelpunkt steht. Die Darstellung des Themas und von Menschen, die psychisch erkrankt sind ist wesentlich realistischer, weniger verzerrt oder kriminalisiert – sowohl in Nachrichten, als auch in Filmen und Serien.
  • Ob am Arbeitsplatz, in den Medien oder der Nachbarschaft – Untersuchungen zeigen, dass die Einstellung zu Menschen mit psychischer Erkrankung und das Wissen rund um mentale Gesundheit sich signifikant zum positiven gebessert haben.
  • Stress ist kein Statussymbol mehr! Durch die Arbeit der letzten Jahre haben wir auch erreicht, dass der Umgang mit Selbstfürsorge, Pausen, mit Krisen und Druck sich verändert hat. Die Diskussion wird mehr und mehr geprägt von Kindness und Compassion und nicht von einer Ellenbogenmentalität. Zum Glück haben Wirtschaft, Politik und Krankenkassen das auch verstanden und mit entsprechenden (gesetzlichen) Regelungen und Anpassungen diese Entwicklung ermöglicht bzw. verstärkt.

FAKTEN

  • Die Krankenkassen melden sinkende Kosten, weniger AU-Tage und Frühverrentungen.
  • Die Fallzahlen haben sich über die letzten Jahre nach Rekordhochs nach und nach wieder zurückentwickelt – und auch, wenn sie niemals bei 0 ankommen werden konnten wir durch Prävention und Früherkennung in vielen Fällen Chronifizierungen und schwere Verläufe verhindern
  • Die Suizidrate hat den niedrigsten Wert seit Beginn ihrer Aufzeichnung erreicht – Tendenz fallend.

… FÜR DIE MENTAL HEALTH CROWD

So, das also die große, gesellschaftliche Vision. Und was tragen wir als Unternehmen dazu bei? Zum Glück ein ordentliches Stück (auch hier reisen wir so 20 Jahre in die Zukunft):

SÄULE 1: Mental Health Literacy

  • In dieser Säule liegt der Fokus darauf, die Mental Health Literacy der Menschen zu stärken, also ihnen Wissen rund um mentale Gesundheit und psychische Erkrankungen zu geben – aufbauend auf den 12 Modulen unseres Mental Health Guides
  • Dieser rockt inzwischen selbstständig und skalierbar. Seit wir die App in unsere eigenes Haus zu unseren Entwicklern geholt haben geht sie richtig durch die Decke. Regelmäßig gibt es neue Features, die von den Nutzer:innen mit bestimmt und entwickelt werden; ob Arbeitsbuch oder Workshops, Vortragsreihe oder Siegel – die Prozesse sind optimiert, wir können gut planbar in die Umsetzung gehen und haben unser Ziel, bis 2025 500.000 Menschen zu erreichen, schon lange erreicht.
  • Unser Team aus Expert:innen geht in Unternehmen, Schulen und Unis, vermittelt die Inhalte online und offline, regelmäßig werden neue Inhalte aufgenommen und Content kreiert.
  • Die Ausbildung zum Mental Health Guide ist mittlerweile zertifiziert und jedes Jahr bekommen mehr (Hoch)Schulen, Institutionen und Unternehmen unser Mental Health-Siegel.
  • Wir helfen Firmen und Arbeitgebern, ihre Betriebe noch Mental Health-freundlicher zu machen, ihre Seminare und Meetings entsprechend umzugestalten.

SÄULE 2: Mental Health Rocks

  • Wir bringen das Thema mentale Gesundheit auch dorthin, wo die Leute es nicht vermuten würden. Die drei Highlights jedes Jahr sind
  • 1. das MENTAL HEALTH ROCKS Festival mit dem wir bald aus dem Schatten des Rock am Ring heraustreten. Zwei Tage lang rocken wir „die Heide“, mehrere Bühnen, kleine und große Bands und vor allem viele Stände und allen möglichen Mental Health Akteuren; wir schenken Alkohol aus, aber nur an speziellen Ständen und animieren zum sober rocken. Auf dem Campingplatz gibt es Yoga und Ruheräume, Mental Health Guides drehen ihre Runden, Workshops runden das Angebot ab. Jedes Jahr sind die Tickets schneller ausverkauft.
  • 2. Das zweite große Highlight ist unser MENTAL HEALTH SUMMIT– die etwas „ruhigere“ Art und Weise zu zeigen, wie bunt mentale Gesundheit ist, wie vielfältig. Die Mischung aus Kongress und Messe zieht tausende an, große Keynotes und kleine Vorträge, Workshops und praktische Sessions werden kombiniert mit einer Messe, auf der sich Anbieter rund um Mental Health präsentieren. Vom Catering bis zu Ruheräumen ist alles darauf ausgerichtet, dass jede:r Besucher die experience hat, die er braucht. Und ja, abends gibt es Musik und ein bisschen Party. Dieses Event ist komplett alkoholfrei =)
  • 3. Last but not least: der MENTAL HEALTH RUN – inspiriert vom WFLWR geht es nicht um Schnelligkeit oder Leistung, sondern darum, gemeinsam für eine gute Sache aktiv zu sein. Der Lauf ist in verschiedene Abschnitte unterteilt (Hindernislauf), vom Depressionsparkour zur Energiestrecke, von der Musikstrecke zum Achtsamkeitskilometer. Die Einzigartigkeit des Laufes und der Eventcharakter ziehen auch Nicht-Läufer an.
  • Und dann sind da noch unsere ganzen kleinere Events: Aktionen in Cafés und in Fußgängerzonen, in Baumärkten und Fußballstadien, Kinos und Flughäfen.
  • Den letzten Baustein bilden unsere Breakouts und Trainingscamps. Dabei werden die Inhalte des Mental Health Guide komprimiert vermittelt und trainiert, in der Gruppe, an schönen Orten (Crowdnester).

DAS UNTERNEHMEN

  • BRAND: Wir haben 150 Angestellten, die Atmosphäre in den Büroräumen ist angenehm, offen aber auch konzentriert und professionell; von Kaffee zu Catering, von Stehschreibtischen zu technische Ausstattung; über die Arbeit hinaus gibt es Aktivitäten, Laufrunden, Yoga etc., wir haben Prozesse, Meetingstrukturen die offen und flexibel und zielführend sind; wir sind fokussiert und produktiv; wir leben was wir lehren; regelmäßig gibt es Workactions in unseren Crowdnestern, die auch privat gebucht werden können; auf dem Hof stehen zwei Büromobile und ein paar E-Autos zur Verfügung; das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt uns in allen Bereichen, wir sind auf einem guten Weg; unsere Mitarbeiter:innen tragen ihre Crowd-Pullis gerne und stolz auch in der Freizeit; jede:r kann bei uns so arbeiten, wie es für ihn oder sie am besten passt. Wir sind stolz darauf, übertariflich gut zahlen zu können, dass unsere Mitarbeiter lange bei uns arbeiten und eine hohe Bindung und Identifikation mit der Firma haben.
  • IMPACT: Mit unseren Events, Laufveranstaltungen, Vorträgen, Seminaren, Pop-Up-Cafés, den mobilen Aufklärungswägen, der Webseite samt Social Media-Kanälen und Medienauftritten erreichen wir so viele Menschen, wie wir uns niemals erträumt hätten. Unsere Tools, Programme und Materialien sind mittlerweile in über 10 Sprachen erhältlich.
  • SOCIAL: Das Geld, dass wir mit den beiden Säulen generieren reicht nicht nur für stetiges Wachstum, wir sind auch in der Lage, unser soziales Vorhaben zu erfüllen – wir gehen an Schulen und in benachteiligte Viertel und machen dort kostenlose Events und Workshops, stellen unseren Guide für Beschäftige im sozialpsychiatrischen Bereich kostenlos zur Verfügung und bilden in diesen Organisationen Mental Health Guides aus – gesponsert von unseren Firmenpaten, veranstalten regelmäßig Guide-Camps und Breakouts für Menschen und Gruppen, die es sich sonst nicht leisten könnten, …

… FÜR MICH

Und natürlich habe ich auch eine Vision für mich – als Mensch, als Mama, als Partnerin, als Unternehmerin. Ich habe ein Vision Board gemacht, dass ich am Handy und dem Rechner als Bildschirmhintergrund nutze. Und mehrmals am Tag schaue ich bewusst drauf und gehe in meinen Visions-Tschakka-Modus =) Im Badezimmerschrank hängt mein pdf, das all das hier (und mehr) zeigt und jeden Morgen nehme ich mir eine Minute, um es bewusst anzuschauen.

DOMINIQUE IN 20 JAHREN (2043 – dann 56 Jahre alt)

  • Ich zeige, dass man mit einer guten Sache gutes Geld verdienen kann, bin beruflich sehr erfolgreich, habe diverse Auszeichnungen bekommen. Durch die harte Arbeit habe ich finanzielle Freiheit erlangt, die mir vieles ermöglicht. Eine gesunde Lebensweise ist für mich Alltag, Sport, Ernährung, Schlaf, Achtsamkeit – aber Genuss kommt nicht zu kurz. Mit meinem Aussehen und Auftreten bin ich rundum zufrieden, ich habe meinen Stil gefunden, und fühle mich in meiner Haut wohl.
  • Mein Privatleben ist erfüllt, Familie, Freunde, Kultur –ich habe eine tolle Balance. Mein Grundsatz, ein aktives und kein passives Leben zu führen, gilt weiterhin. Genau wie der Wunsch nach einem großen Leben – ob Reisen oder Kontakte, tolle Events oder TV-Auftritte – es ist ganz schön was los bei mir!

Diese eher die Emotionen ansprechende Vision habe ich für mich nochmal in greifbarere (smartere) Zwischenziele in 10 und 5 Jahren bzw. in 12, 6, und 3 Monaten unterteilt.

MEINE BIG 5

1. FUTURE: Meiner Tochter ein gutes Leben ermöglichen

2. INSPIRATION: Zeigen, dass man von einer guten Sache gut leben kann

3. CHANGE: Den Umgang mit mentaler Gesundheit verändern.

4. GROW: Aktiv leben, nicht passiv – one life, one shot!

5. WORK: Ortsunabhängig arbeiten können –tun, was ich liebe!

WERTE & REMINDER

Ich hab vor einigen Jahren mal so einen Werte-Test gemacht. Also ein Test, bei dem man eben herausfinden kann, welche Werte einem eigentlich wichtig sind. Und ja, Werte können sich ändern – für mich sind es aber immer noch die zwei von damals, die zentral für mein Leben sind:

FREIHEIT und ERFOLG (natürlich sind mir noch andere Dinge wichtig, aber die zwei helfen mir schon sehr bei Entscheidungen im Alltag.)

Und dann gibt es so ein paar Reminder, die mir helfen:

  • Courage over Comfort
  • One Life – One Shot
  • If tomorrow never comes. Will you be happy with the life you lived today?

MEINE VISION – EURE VISION?

So, nun habe ich Euch also entführt und eine kleine Reise mit Euch unternommen. Eine Reise in ein (besseres) Morgen. Auch ich habe keine Kristallkugel, irre mich, lerne dazu. Deswegen kann dies nur eine Bestandsaufnahme aus dem Frühjahr 2023 sein.

Die unternehmerische und die private Vision hängen gut sichtbar in meinem Arbeits- bzw. Badezimmer. Die große Gesellschaftliche Vision eines besseren Umgangs mit Mental Health trage ich immer im Herzen (und eine Zusammenfassung nun auch hier im Blog).

Und schließen möchte ich damit, was diese Arbeit der letzten Wochen und Monate rund um meine Vision(en) mit mir gemacht hat: sie gibt mir Sicherheit, Kraft, Motivation. Ich nehme mir regelmäßig Zeit, um zu reflektieren – bin ich noch auf Kurs? Halte ich noch auf meine Ziele zu? Muss ich die Vision anpassen?

Und Nein, Ihr müsst nicht alle gleich in die entferntesten Umlaufbahnen abdriften, um selber eine Vision zu entwickeln. Es gibt so viele Visionen wie Menschen auf der Welt. Da vorne, da ganz weit am Horizont was zu haben, auf das wir zusteuern können, dass uns Orientierung und Halt und Kraft bietet – das ist etwas, was jeder:m Menschen gut tun kann.

ONE DAY AT A TIME

Durch meine Erkrankungen habe ich viel Lebenszeit verloren. War passiv, hatte keine Kontrolle, geschweige denn Ziele oder einer Vision. Und das war nicht schön. Ich möchte da nicht mehr hin zurück.

Deswegen ist das Thema für mich persönlich vermutlich auch so enorm wichtig. Ich möchte nicht (noch mehr) Lebenszeit „verschwenden“ – wir hben ja eh nur so wenig davon. Ich kann nicht jede Sekunde und jeden Tag in krassester Art und Weise (er)leben (Carpe Diem und so). Das wäre eine Nummer zu viel, das hält kein Mensch lange aus.

Aber ich kann immer wieder Momente und Pausen einbauen – zum Reflektieren. Damit ich weiß, ob ich etwas ändern muss. Damit ich weiß, ob heute ein guter Tag, die letzte Woche eine gute, der letzte Monat ein guter, das letzte Jahr ein gutes war. Dafür habe ich Kriterien entwickelt, die die großen Ziele und Vision auf konkrete Punkte runterbrechen.

Und zu merken, dass jeden Tag was geht – und sei es noch so klein – ist ganz schön groß!

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